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Editorial

Das Weihnachtsgedicht ist von Senator Prof. Dr. h.c. Helmut F. Schreiner, (zum vergrößern, das Bild anklicken).

Sehr geehrte Frau Unternehmerin,
sehr geehrter Herr Unternehmer,
sehr geehrte Damen und Herren,

 

das Jahr 2016 hatte es in sich. So viele gute Nachrichten: sprudelnde Steuerquellen, Spitzenwerte bei der Beschäftigung sozialversicherungspflichtiger Mitarbeiter, Exportrekorde, (neu)-schuldenfreier Bundeshaushalt, eine grandios niedrige Inflation, viele freie Ausbildungsplätze, eine europaweit beispielhafte Arbeitslosenrate und eine große, starke Regierungskoalition, die in der Lage ist, sich um die wirklichen Probleme in Deutschland zu kümmern, wie eine (echte) Steuerreform, eine fundamentale Reform der Sozialversicherungen oder eine hochqualitative, flächendeckende Breitbandversorgung. 

 

Der Frust greift um sich

Die Gemütslage ist bei vielen Menschen am Ende des Jahres eher negativ. Die Europäische Union gibt ein zerrissenes Bild ab: Hilflosigkeit bei fundamentalen Themen, wie den Bürgerkriegen in Syrien, der Ukraine oder dem Jemen, bei der zunehmenden Radikalisierung der politischen Ränder, bei der Positionierung zu einer immer intoleranteren türkischen Regierung, Austrittswünsche in einigen Mitgliedsländern oder die starken Zentrifugalkräften im EURO-Währungsverbund. Hinzu kommen noch die Nachrichten aus aller Welt über Anschläge, Kriege, Naturkatastrophen, die mit der Tagesschau die Wohlstandsinsel Deutschland beim Abendessen erreichen. Oft kommen parallel zu vielen dieser Nachrichten auch Tausende Menschen aus den Ländern in Afrika und dem Mittleren Osten zu uns, in der Hoffnung auf Sicherheit und gerne auch ein Stück von dem Wohlstand, der in der Heimat via Internet und TV präsentiert wird. Auf die es in der Heimat aber keine Hoffnung gibt. 

 

Wer will eigentlich Vorbild sein?

In wenigen Tagen feiern wir das Weihnachtsfest, die Geburt Jesus. Dieses Fest, bei dem hierzulande Geschenke und gute Wünsche an Menschen, die man mag, übergeben werden, basiert auf dem christlichen Glauben. Ist es angemessen, wenn Christen sich - angesichts der vielfältigen Not - kontemplativ mit Gänsebraten und einem geschmückten (heidnischen) Weihnachtsbaum von den Problemen dieser Zeit abschotten? Niemand muss deswegen in Sack und Asche gehen, aber wie stabil ist unser gesellschaftliches Wertemodell wirklich? Welche Werte vermittelt die politische und geistige Führung den Bürgern?

 

Glaubwürdigkeit ist leicht zu verlieren - und schwer zu gewinnen

Momentan wird darüber diskutiert, inwiefern die Verbreitung von Falschmeldungen pönalisiert werden kann und soll. In der Demokratie ist es von entscheidender Bedeutung, dass es einen Wettstreit von Meinungen gibt. Wenn Politiker vor der Wahl Versprechen geben ("mit uns keine Mehrwertsteuererhöhung") und am Ende einigen sich die zwei Regierungsparteien auf eine Erhöhung um 3 Prozent, dann werden m.E. politische Ziele und Werte einem Pragmatismus geopfert. Wer kann den Radikalen in den Parteien, im Internet, am Stammtisch dann verdenken, wenn Sie versuchen, die Menschen für ihre Ziele ebenso zu manipulieren? 

Es muss ja nicht unbedingt Glühwein sein, genießen Sie einfach mal die Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt.

Wertlos ohne Werte

Ein Aphorismus lautet: "Sag´, was Du denkst und tu´, was Du sagst."

Es fällt mir sehr schwer, diese simple Weisheit als bloße Naivität abzutun. 

Der Europäischen Union mit ihren vielfältigen Institutionen sowie der Bundesregierung wünsche ich, dass sich beide wieder auf Werte zurückbesinnen (z.B. die Konvergenzkriterien im Maastrichter Vertrag, gegen die die meisten Mitgliedsländer (Deutschland inklusive) seit Jahren regelmäßig verstoßen). Oder eine Orientierung an der Intention der Grundrechte unserer Verfassung, deren praktische Umsetzung/Anwendung/Geltung von einer überbordenden Bürokratie mitunter nahezu erstickt werden.

 

Eine Vision für Europa

Die Menschen in Europa brauchen eine Vision. Der (inhaltlich richtige) Appell, die EU hat seit 65 für Frieden auf dem Kontinent gesorgt, reicht nicht mehr aus (zumal viele Generationen das abscheuliche Leid vom Krieg allenfalls aus dem Geschichtsbuch oder (heroisiert) aus Hollywoodfilmen kennen.

Wie wäre es, mit dem Ziel des lebenswertesten Kontinents (kulturell, ökologisch, sozial) oder ein "Europa ohne Obdachlosigkeit" oder "ein Europa ohne Jugendarbeitslosigkeit" oder ein "Europa der vielen Sprachen" (in dem jeder Einwohner zumindest zwei Sprachen beherrscht) oder ein "sportliches Europa ohne Übergewicht" oder ein Europa der "sauberen Flüsse" oder ein "Europa mit einem gemeinsamen Energiekonzept" oder, oder, oder ... .

Ich bin sicher, mit solchen Zielen könnte man wieder Menschen für Europa begeistern.

 

Hoffnungsträger: die Jugend

Mich stimmt dennoch positiv, dass die Menschen auch aus Katastrophen lernen konnten. Das Internet schafft, durch dessen unglaubliches Publizitätsvermögen - bei allen bedenklichen "Fake"-informationen - für Jedermann die Möglichkeit, Missstände aufzuzeigen und Verantwortliche hierfür zu benennen. Dafür sorgt dann auch die internetaffine, junge Generation, die die Pfründe und die Regeln der Nomenklatur in Frage stellt.

 

Für die anstehenden ruhigen Tage, wünsche ich Ihnen allen, Muße zum Innehalten, zum Nachdenken und auch auf das individuell Erreichte mit Stolz zurückzublicken. 

Lassen Sie uns gemeinsam auch im Neuen Jahr an einer verbesserten Welt arbeiten.

Darauf freue ich mich schon.   

Für die vielfältigen Weihnachtsgrüße die Sie mir in den letzten Tagen übersandt haben, bedanke ich mich sehr herzlich. Meinen tiefen Dank auch an so viele Menschen, an aktive Frauen und Männer, mit denen ich bei Veranstaltungen, bei Kampagnen oder bei der politischen Lobbyarbeit toll zusammenarbeiten konnte. Und zuletzt auch mein Dank für viele inspirierende Gespräche mit innovativen Unternehmerinnen und mutigen Unternehmern, mit klugen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, engagierten Politikerinnen und Politikern oder einfach nur mit wunderbaren Menschen aus vielen Ländern der Welt.

 

Das Europäische Wirtschaftsforum hilft Ihnen und Ihrem Unternehmen auch im kommenden Jahr, neue Ideen, Anregungen, geschäftsträchtige Kontakte kennen zu lernen. Ein schönes, besinnliches und friedliches Jahresende wünscht Ihnen,

 

Volker Knittel

 

Vizepräsident des

Europäischen Wirtschaftsforums e.V. -
EWiF Deutschland

 

  

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PS2: Der nächste Rundbrief im Februar 2017 wird sich dem Themenkomplex: "Was kostet das? - Der Einkauf als strategische Aufgabe", widmen. 

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