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Warum der Aufbruch in die digitale Welt unvermeidbar ist?

Von Dr. Birte Gall und Prof. Dr. Utho Creusen

Dr. Birte Gall
Prof. Dr. Utho Creusen

Digitalisierung ist überall, aber warum müssen wir uns überhaupt auf die Reise in die digitale Welt begeben? Utho Creusen und Birte Gall bringen Licht ins Dunkel und beschreiben in ihrer Einführung zum Thema „Navigationskompass“ über die Notwendigkeit der Digitalisierung und die Herausforderungen dieser Reise ins Unbekannte.

 

Navigationskompass – Die Reise in die digitale Welt

Die Digitalisierung ist einer der Megatrends dieser Zeit. Das Thema dominiert die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse und nimmt immer mehr Raum in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen vieler Konzerne und Mittelständler ein. Untersuchungen zeigen, dass digital führende Unternehmen einen höheren Umsatz, einen um bis zu 26 % höheren Gewinn und einen höheren Unternehmenswert abhängig vom jeweiligen digitalen Reifegrad erzielen können. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Frage im Raum steht: Ist das alles nur ein vorübergehender Hype? Unsere Antwort lautet ganz klar: nein. Es handelt sich um eine fundamentale Entwicklung.

 

Der Megatrend Digitalisierung

Das Zukunftsinstitut nennt vier Kriterien für einen Megatrend: Dauer, Ubiquität, Globalität und Komplexität. Ein Trend wird also erst zum Megatrend, wenn er sich langfristig und global auf verschiedenste Lebensbereiche auswirkt. Megatrends werden vom Zukunftsinstitut als mehrschichtig und mehrdimensional definiert, die unsere Gesellschaft, Wirtschaft und ganze Kultur durchdringen.

„Es geschieht in Phasen. Als erstes wurden die Verbraucher digital, was vor allem für den B2C-Bereich interessant war. Dann kam das digitale Unternehmen – Prozesse wurden neu definiert und damit effizienter. Jetzt wird alles digital. Immer mehr Menschen und Daten werden im Internet of Everything vernetzt, was völlig neue Möglichkeiten zur Nutzung von Informationen schafft“ so Pierre Nanterme, CEO Accenture.

 

Parallele zur Globalisierung

Was die Tragweite dieses Megatrends angeht, lässt sich die Digitalisierung gut mit der Globalisierung vergleichen. Bereits in den 70er- und 80er Jahren wurde die Wirtschaft zunehmend durch die Globalisierung beeinflusst, erst in den 90er Jahren erreichte dieses Thema aber die Führungsetagen: Unternehmen und deren Vorstände begannen zu verstehen, dass die globale Wirtschaft ihr Kerngeschäft substanziell beeinflussen wird. Das führte zu einer Welle an strategischen und operativen Neuausrichtungen, mit denen die Zukunftsfähigkeit des Geschäfts gesichert und neue Marktchancen realisiert werden konnten. Genau darum geht es auch bei der Digitalisierung.

 

Die Digitalisierungswelle

Auch die Digitalisierung hatte bereits eine längere Anlaufphase. Mit der massenweisen Verbreitung der Desktop PCs und dem Aufkommen des Internets erreichte die Digitalisierung den Kunden. In den 2000er Jahren haben sich die digitalen Welten der Konsumenten mit atemberaubender Geschwindigkeit weiterentwickelt – hin zu hochinteraktiven und personalisierten Produkten und Dienstleistungen. Mit dem Anbruch des digitalen Smartphone-Zeitalters ist mittlerweile fast jeder Mensch ständig digital vernetzt, individuell identifizier- und ansprechbar.

 

Der Trend hat Gewinner und Verlierer

Daraus sind vollkommen neue Marktchancen entstanden. Während neue Startups auf diese Chancen schnell reagieren konnten, wurden und werden traditionelle Unternehmen förmlich überrollt. Die Medienindustrie musste bereits im letzten Jahrzehnt schmerzhaft erleben, wie Digitalunternehmen wie Amazon, Google oder Apple neue Konsumwelten nutzen, um traditionelle Wertschöpfungsketten in Windeseile zu übernehmen. Inzwischen greifen digitale Player Unternehmen aus verschiedensten Branchen in ihrem Kerngeschäft an. Der Druck auf Unternehmen, sich der Entwicklung anzupassen und entsprechend zu positionieren, wächst von Tag zu Tag. Bereits in Kürze werden 70 % der erfolgreichen Geschäftsmodelle so konzipiert sein, dass sich die Prozesse schnell an die Anforderungen der Kunden anpassen lassen. Hier ist die IT flexibler und agiler. Wer glaubt, dass die Digitalisierung die eigene Branche nicht tangiert, der irrt. Die Wettbewerber sind nicht mehr die klassischen Konkurrenten, sondern entweder die digitalen Giganten oder agile und risikofreudige StartUps, die vor Disruption nicht zurückschrecken. 

Darüber hinaus wird sich die Arbeitswelt gravierend verändern. Die Arbeitszeiten werden flexibler, die Arbeitsplätze mobiler, die Mitsprache wächst und kollaboratives Arbeiten wird zum Normalfall. Dies erfordert neue Führungsmodelle. Diese stellen Vernetzung, Offenheit und Partizipation in den Mittelpunkt.

 

Die Herausforderung – eine Entdeckungsfahrt ins Unbekannte

Immer mehr Unternehmen haben erkannt, dass die Digitalisierung nicht mehr nur ein Spezialthema ist, um das sich der CTO oder CIO kümmert, sondern ein Kerngeschäftsthema, das vom CEO geführt und verantwortet werden muss. Trotzdem zögern deutsche Betriebe bei der Digitalisierung. Das Problem: auch wenn die Bedeutung des Themas klar ist, stellt die konkrete Umsetzung für die meisten Unternehmen eine immense Herausforderung dar. Wie sieht die richtige Strategie aus? Welche konkreten Schritte sind notwendig? Was bedeutet das für das Produkt- und Dienstleistungsangebot und die dahinterliegenden Geschäftsmodelle? Welches Personal wird benötigt?

 

Abwarten kann schlimm enden!

Viele empfinden die Beantwortung dieser Fragen als eine Reise ins Ungewisse. Doch Aussitzen und Abwarten stellen keine Option dar: Wer von der Digitalisierungswelle nicht überrollt werden will, muss zwangsläufig den Aufbruch wagen. Dafür haben wir an der Berlin School of Digital Business den Navigationskompass zur Orientierung in der digitalen Welt entwickelt. Den gesamten Navigationskompass gibt es hier zum kostenlosen Download.

Dr. Birte Gall und Prof. Dr. Utho Creusen

 

 

Zu den Autoren:
Prof. Dr. Utho Creusen hat 30 Jahre Erfahrung im Handel, davon 15 Jahre in verschiedenen Vorstandspositionen. Seit 2008 ist er multipler Aufsichtsrat, Professor an mehreren Hochschulen und Berater. 

Dr. Birte Gall ist Gründerin und Geschäftsführerin der Berlin School of Digital Business und hat langjährige Erfahrung im Education Bereich. Sie ist die Autorin des jüngsten Trendreports zur digitalen Umsetzung in der Wirtschaft.




 

 

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