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Unternehmerpersönlichkeiten gesucht
Das EWiF sucht in ganz Deutschland Unternehmerpersönlichkeiten für die aktive Gewinnung und Betreuung seiner Mitglieder. Dies kann nach der Übergabe des Unternehmens eine interessante Aufgabe sein, um mit der Wirtschaft weiter in Kontakt zu bleiben. Bei Interesse oder für eine Empfehlung nehmen Sie bitte Kontakt auf.

 

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Wir werden völlig neu denken müssen!

von Helmut Lung 

Helmut Lung

Die Zukunft beschert uns jede Menge neuer Spielfelder

Auf diesen Spielfeldern müssen wir kreativ und innovativ werden: die Metropolregionen boomen, der demografische Wandel ist nicht mehr aufzuhalten, der Arbeitsmarkt ist leergefegt, Ausbildung wird immer diffiziler und punktgenauer, Unternehmen agieren immer schneller und marktorientierter, Produkte ähneln sich immer mehr, Wachstum wird in Frage gestellt, Finanzmärkte drehen durch, Energie in der heutigen Form wird immer knapper und teurer, usw.

Herausforderungen von historischer Dimension

Steffen Kröhnert (Diplom-Sozialwissenschaftler, seit 2012 leitender Wissenschaftler am Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung): „Es ist eine Herausforderung von historischer Dimension, denn die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter wird bis 2050 um etwa 30 Prozent abnehmen. Bislang war es immer so, dass Wirtschafts- und Wohlstandswachstum mit einer steigenden Zahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter verbunden waren. Von daher sehen wir uns mit einer Frage konfrontiert, die noch nie gestellt und nie beantwortet wurde: Wie können wir unsere Wirtschaftskraft und unseren Wohlstand sichern, wenn bei einer steigenden Zahl von Rentnern die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter kontinuierlich und stark abnimmt? Das ist eine ganz große Herausforderung“.

Kröhnert spricht nur eine Dimension an. Aber die allein ist schon eine große Herausforderung. Im Umkehrschluss müssen Unternehmen aktiv agieren und ihre Zukunft mit innovativen Ideen selbst (mit)gestalten und die Herausforderungen aus ihrer Sicht (mit)lösen. Dies bedeutet, dass die Innovationskraft in Unternehmen gefragt ist und nicht mehr als wünschenswert abgetan werden kann. Wachstum ohne Innovation ist nicht mehr möglich! Zukunft ohne Innovation ist nicht mehr möglich!

 

Erneuern oder nur Ausbessern?
„Innovation heißt wörtlich ‚Neuerung‘ oder ‚Erneuerung‘. Das Wort ist vom lateinischen Verb innovare (erneuern) abgeleitet. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff unspezifisch im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen und für deren wirtschaftliche Umsetzung verwendet. Im engeren Sinne resultieren Innovationen erst dann aus Ideen, wenn diese in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden, die tatsächlich erfolgreiche Anwendung finden und den Markt durchdringen. In die Wirtschaftswissenschaft wurde der Begriff durch Joseph Schumpeter mit seiner Theorie der Innovationen eingeführt; hier ist er als Aufstellung einer neuen Produktionsfunktion definiert. Wirtschaft und Gesellschaft wandeln sich, wenn Produktionsfaktoren auf eine neuartige Art und Weise kombiniert werden“ (Quelle: Wikipedia).

 

Innovation ist machbar
Wie schaffen nun Unternehmen eine Innovationsbereitschaft und –freude, die notwendig ist? Wenn Innovation wirklich „Neuerung“ oder „Erneuerung“ bedeutet, dann ist hier mal ein bisschen an der Schraube gedreht und da mal ein Farbklecks mehr, zu wenig. Diese Neuerungen sind „nett“, aber keine innovative Zukunftsgestaltung, keine neue Innovationskultur.

 

Echte Innovationsfelder
Zukunftsfähige Innovationskompetenz benötigt eine unternehmens- und produktübergreifende Fähigkeit von Unternehmen. Die Innovationsstrategie ist ein essentieller Teil der Unternehmensstrategie – klare Innovationsziele steuern die Innovationsprozesse. Diese Ziele beinhalten nicht nur die Frage, wie das Produkt oder die Dienstleistung innovativer wird; es müssen auch Themenfelder eingebunden werden wie:

  • Mobilität von Waren, Dienstleistungen und Mitarbeitern. Infrastrukturdiskussionen müssen eingebunden werden, Unternehmensansiedlung innovativ beantwortet werden und Arbeits- und Lebenswege hinterfragt werden.
  • Innovative Energiekompetenz sieht nicht nur die Kosten für die Energieaufwendungen im Unternehmen, sondern auch die Erzeugung und Entsorgung der Energie, die Zukunftsfähigkeit und Umweltverträglichkeit; dazu kommen Fragen der Nachhaltigkeit, der Eigenversorgung und der Abhängigkeit von Großkonzernen.
  • Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung sind innovative Herausforderungen, die nicht nur in die Hände von IHK oder HWK gegeben werden dürfen. Innovative Grundhaltung in diesem Segment führen dazu, dass sich Unternehmen in die Grundfragen von Bildung, Selbstbewusstsein und Handlungskompetenz von Menschen einbringt. Innovative Teilhabe und Gestaltung setzt hier voraus, dass Unternehmen Ausbildung und Weiterbildung mitgestalten und innovativ verändern.

 

Innovative Gestaltungskompetenz ist gefragt
Diese innovativen Herausforderungen erfordern jedoch neue Innovative Gestaltungskompetenzen von Unternehmen. Mitarbeitern Freiräume für innovative Gedanken zu geben ist notwendig, aber zu wenig. Kunden zu befragen ist nett, aber nicht zukunftsorientiert. Unternehmen müssen lernen, dass sie nur dann innovations- und zukunftsfähig sind, wenn sie sich in die großen Fragen aktiv einbringen.

Dies kann nur über Netzwerke und Cluster sein, über politische Mitsprache und wirtschaftliche Gremienarbeit. Nur so sind Unternehmen am Puls der Zeit und können mit eigenen Ideen die Herausforderungen gestalten. Ich weiß, dass genau dies von Unternehmen oft abgelehnt wird, da es keine produktive Arbeit ist, keinen Cent an Gewinn bringt.

 

Zukünftig werden aber die Unternehmen verlieren, die sich nur auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren und die soziale und gesellschaftliche Innovation anderen überlassen. Das Jammern über zu wenig Fachkräfte ändert das Problem nicht. Das Szenario, dass es immer weniger junge Mitarbeiter geben wird, wird sich nicht dadurch ändern, dass man auf die Politik wartet. Unternehmer müssen lernen, dass sie eine Verantwortung jenseits ihres Unternehmenszauns haben. Und sie müssen lernen, dass dies eine große Chance ist, ihr Unternehmen innovativ und zukunftsfähig zu machen. Im Sinne des unternehmerischen Erfolgs und der wirtschaftlichen Beständigkeit.

 

Helmut Lung

  

Über den Autor:

Helmut Lung ist Regionalgeschäftsführer des Europäischen Wirtschaftsforums (EWiF) und Autor von Büchern zum Thema Qualität und Werte, Ethik und Bildung.

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